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Agenda 21 - Ein Leitbild für die Stadt Zossen

LINKE greift Vorschlag von attac-tf auf

Zossen fit für die Zukunft, dafür eine Agenda 21 vor Ort. Wie eine solche Agenda 21 vor Ort entwickelt werden und was sie bewirken kann, dafür liegen inzwischen Erfahrungen aus Städten in aller Welt vor.


Leitbild „Stadt der Zukunft“

aus der Rede des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetages, Dr. Stephan Articus, zur Einbringung des Leitbildes für die Stadt der Zukunft im Rahmen der Hauptversammlung des Deutschen Städtetages am 15. Mai 2003 in Mannheim

"Das Leitbild der Stadt stellt die Leistungsfähigkeit der kommunalen Selbstverwaltung für
Bürgerinnen und Bürger, für die Wirtschaft, für Staat und Gesellschaft heraus und begründet
damit ihren besonderen Stellenwert.
Das Leitbild arbeitet die Grundwerte und die Ziele der Stadtpolitik heraus und schafft damit
Maßstäbe für ihre angemessene, sachgerechte Bewertung.
Das Leitbild verbindet Ziele und Grundwerte der Stadtpolitik mit Strategien ihrer
Umsetzung und unterstreicht damit die Aktualität, die Anpassungs- und
Entwicklungsfähigkeit der Kommunalpolitik.
Gerade in der schwersten Krise der kommunalen Selbstverwaltung seit der Gründung der
Bundesrepublik soll das Leitbild
- in seiner Innenwirkung als Ausdruck entschlossener Handlungs- und
Gestaltungsbereitschaft der Stadtpolitik dienen
- und in seiner Außenwirkung als Zeichen der Initiative, dass die Städte künftig eine
größere Beachtung, eine angemessenere Bewertung ihrer Leistungen und eine bessere
Unterstützung ihrer Leistungen durch Bund, Länder."

Für Zossen haben Kurt Liebau und Rainer Reinecke dem damaligen Stadtverordnetenvorsteher Lothar Nalbach bereits 2006 einen konkreten
Vorschlag unterbreitet, wie eine lokale Agenda 21 für Zossen entwickelt werden kann.

Leidbild der Stadt Zossen

aus der Stellungnahme der Bürgermeisterin der Stadt Zossen zu einem Vorschlag von attac-tf

„Papier für den Papierkorb“ Debatte um Leitbild für Zossen entbrannt

HERMANN M. SCHRÖDER

ZOSSEN In der Stadt Zossen soll ein Leitbild für die weitere Entwicklung der Großgemeinde erarbeitet erden. Daran sollen sich möglichst viele Bürger beteiligen. Das fordert das globalisierungskritische Bürgerbündnis Attac TF.

„Der Vorschlag ist angelehnt an ’Die Stadt der Zukunft’, einen Beschluss des Deutschen Städtetages vom Mai 2003. Darin geht es einerseits um das Leitbild der Stadt der Zukunft und andererseits um einschlägige Erfahrungen aus den Städten Köln, Wolfsburg und Neustrelitz“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Plenums von Attac.

Die Idee für das Leitbild sei schon vor der Bildung der Großgemeinde gekommen, erklärte Attac-Mitstreiter Kurt Liebau. „Es geht uns darum, ein Leitbild zu entwickeln, an dem man die Stadt erkennen kann“, sagte Liebau am Donnerstag in einem Gespräch mit der MAZ.

Vorbild Neustrelitz

Gerade Neustrelitz sei ein gutes Beispiel, da sich die Stadt in einer ähnlichen Lage befinde wie Zossen. „Darüber kann sich jeder im Internet informieren“, so Liebau. Das Bürgerbündnis habe sich auch an Stadtverordnetenvorsteher Lothar Nalbach (CDU) gewandt, mit der Bitte, eine Leitbilddiskussion anzuschieben.

Doch im Rathaus stößt der Attac-Vorschlag nicht auf Begeisterung. Bürgermeisterin Michaela Schreiber (parteilos) lehnt eine solche Debatte sogar strikt ab. „Von einem Leitbild und die Debatten darüber halte ich gar nichts“, sagte Schreiber auf Anfrage der MAZ. Da sei es ihr völlig egal, von welcher Seite der Vorschlag dazu käme. „Ich halte nichts davon, Papier für den Papierkorb zu produzieren, wo es dann vergammelt“, so die Verwaltungschefin. „Ich bin eher der Macher und nicht der Papiertiger“, sagte sie.

Modewort und Beschäftigungstherapie

Schreiber erklärte, der Begriff Leitbild sei in ihren Augen ein Modewort. „Das schreien immer alle, genauso wie Netzwerk. Irgendeiner hat es erfunden und alle springen drauf.“ Dabei sei die Erarbeitung eines Leitbildes „reine Beschäftigungstherapie“, es falle allerdings einigen schwer, das zu akzeptieren, erklärte Schreiber. Zudem sei es ihrer Ansicht nach in dieser schnelllebigen Zeit nicht zweckmäßig, ein Leitbild über viele Jahre festzuschreiben, so die Bürgermeisterin.

Trotz der Abfuhr aus der Verwaltung möchte Attac an dem Ansinnen festhalten. „Wir haben uns schon gedacht, dass wir im Rathaus nicht auf Gegenliebe stoßen werden“, sagte Kurt Liebau. Dennoch sei die Debatte wichtig, denn „über die Leitbilddiskussion können alle Bürger der Großgemeinde in die Stadt integriert werden“.

 

MAZ Zossener Rundschau

07.04.2007

Vielleicht ...

Vielleicht und hoffentlich findet hier im Interesse ein für die Zukunft gewappnetes lebenswertes Zossen doch noch ein Umdenkungsprozess statt. Dann könnte aus Lei d bild doch noch ein Lei t bild werden.