Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

KT

Leserbrief zur Straßenbeleuchtung im Ortsteil Wünsdorf

Am 10.07.2014, in der zweiten Sitzung des Wünsdorfer Ortsbeirates informierte Zossens Bürgermeisterin, Frau Michaela Schreiber, dass die mit der Wartung der Straßenbeleuchtung der Stadt Zossen beauftragte Firma nicht mehr die Verantwortung über einen gefahrlosen Betrieb für Anlagenteile mit Holzmasten und Freileitung übernimmt. Aus diesem Grund müssen die Anlagenteile im Bereich der Neuhofer Bergstraße, des Birkenweges, An den Kiefern und Im Wald abgeschalten werden. Gleiches trifft auch auf baugleiche Anlagenteile in der Wünsdorfer Agnesstraße, Luisenstraße und Hildegardstraße zu. In einem Schreiben vom 07.08.2014 erhielten die Ortsbeiratsmitglieder Kenntnis davon, dass auf Grund eines „Kabelfehlers“ auch die Beleuchtung in den Straßen Zum Bahnhof, Puschkinstraße und Mochweg abgeschaltet werden muss und eine komplette Erneuerung notwendig ist.

Die Bürgermeisterin erklärte sich bereit im Rahmen einer Anliegerversammlung über Einzelheiten (Bauabläufe, Anliegerbeiträge, Zeitrahmen) zu informieren. Im Vorfeld dieser Anliegerversammlung machte der Ortsvorsteher, Freiherr Rolf von Lützow in seinem Schreiben vom 18.09.2014 an die Bürgermeisterin eine Reihe von Vorschläge um so schnell wie möglich die Straßenbeleuchtung in den genannten Straßen für zwei Jahre wieder in Betrieb zu setzen. Er schrieb u.a. „Wenn das nicht möglich sein sollte, möchte ich gern die Prüfprotokolle des prüfenden Elektrikers einsehen, aber am liebsten wäre es mir wenn Sie die beauftragten Fachfirmen zu der Einwohnerversammlung einladen damit wir viele Fachfragen, die zur Abschaltung der Anlagen führten, erklären lassen, da sie ja die „defekten“ Anlagen genauestens kennen und wir weniger Diskussionen dazu führen müssen.“  


Leider kam Zossens Bürgermeisterin diesem Anliegen nicht nach. Weder machte sie dem Ortsvorsteher, der auch Mitglied der Stadtverordnetenversammlung ist, ein Terminangebot zur Akteneinsicht noch stand ein Vertreter der Wartungsfirma zur Beantwortung der Fragen während der Anliegerversammlung zur Verfügung. Das nehmen Ortsbeiratsmitglieder und Anwohner der besagten Straßen nicht hin. Es kann und darf nicht sein das eine Bürgermeisterin sich weigert auf Vorschläge, Anregungen und Forderungen von Ortsbeiratsmitglieder und Bürger zu reagieren. Immerhin sollen die Anlieger bei der vorgeschlagenen Neuanlage 70% der Baukosten tragen und diese werden sich zwischen ein und zwei Tausend Euro je Grundstück belaufen.  

Ich missbillige das die Bürgermeisterin nicht an der folgenden Ortsbeiratssitzung teilgenommen hat, auch keinen Vertreter schickte, in der die Anliegerversammlung ausgewertet wurde. Es stellt sich die Frage was der Bürgermeisterin die Meinung und das Fazit der Ortsbeiratsmitglieder und der betroffenen Bürger Wert ist. Ich erneuere meinen Vorschlag aus der Ortsbeiratssitzung, dass die Revisions-Protokolle entsprechend dem Akteneinsichts- und Informationszugangsgesetz (AIG) dem Ortsbeirat und interessierten Bürgern zur Einsicht vorgelegt werden und dann zusammen mit der Verwaltung und einer Fachfirma vor Ort geprüft wird, ob dies den Gegebenheiten entspricht und welche Maßnahmen man ergreifen kann. Spätestens am 01.12.2014 muss das Licht brennen.

Ich hoffe das die Bürgermeisterin endlich den Ball aufnimmt und im Interesse der Bürger handelt. Es kann und darf nicht sein das sie die Forderungen der ca. 200 auf der Anliegerversammlung anwesenden Anwohner übergeht. Letztendlich positionierte sich der Ortsbeirat gegenüber der Verwaltung einstimmig und formulierte: „Die Verwaltung prüft schnellstmöglich eine praktikable Notinstandsetzung für die in Wünsdorf und Neuhof von der Notabschaltung betroffenen Straßen.“

Konrad Tschorn
Mitglied im Ortsbeirat Wünsdorf