Leserbrief von Helga Wählack zum geplanten Neubau der Gesamtschule und der Vereinssportanlage in Dabendorf
Am 7.11.2012 wurde das grösste Vorhaben, das die Stadt Zossen je hatte, ein Schulneubau für 18 Mill. Euro, einstimmig von allen Stadtverordneten, beschlossen. Auch noch 2013 wurde dieser Schulneubau mit 18 Mill. Euro veranschlagt. Nachlesbar in der MAZ vom 14.5.2013, unter der Überschrift: ,,Mehr Klassenräume für Schüler, mehr Arbeitsplätze für Lehrer."
Nun soll diese Massnahme 37,5 Mill. Euro kosten. Sie wurde von den Stadtverordneten mehrheitlich, ausser von der Fraktion DIE LINKE, beschlossen. Dieses 37,5 Mill. Euro schwere Vorhaben soll nun mit Krediten finanziert werden. Warum diese Massnahme nun doppelt so teuer werden soll, ist für uns Bürger ein Ratespiel. Und die Rückzahlung der Kredite, einschliesslich der Zinsen soll jährlich 2 Mill.Euro betragen. Was könnte man damit alles finanzieren, oder auch für den Schulneubau einsetzen.
Frau Schreiber sprach von einer Einsparung von 1 Mill.Euro, weil es nun kein eigenständiges Vereingebäude geben soll. Sie vergisst aber dabei zu berücksichtigen, dass bei diesem hohen Kredit ungefähr 10 Mill. Euro für Zinsen auflaufen sollen, wie es Hermann Kühnapfel CDU, unter:,, Ausschuss hat Bauchschmerzen," sagte. Siehe MAZ vom 19.10.13.
Durch diese Kreditaufnahme verschuldet sich nun die Stadt, obwohl sich die Bürgermeisterin immer gegen Schulden ausgesprochen hat. Denn der Kredit, für das Jobcenter, sollte ja durch die Mieteinnahmen ausgesglichen werden. Ob die jährlichen Mieteinnahmen, auch für die jährliche Abzahlung des Kredites, einschliesslich der Zinsen, ausreicht, das wird uns auch nicht verraten.
Natürlich ist der Schulneubau dringend erforderlich. Aber warum so teuer?
Warum kann man nicht andere kleinere Vorhaben mit kleineren Krediten finanzieren? Denn dass bei den vielen Objekten, die noch realisiert werden müssen, die Finanzen nicht ausreichen, ist klar. Ausserdem steht ja auch noch vieles aus, was noch gar nicht beschlossen wurde.
Wie z.B. die Bahnquerungen, der Stadtpark, oder das Haus in der Fischerstrasse. Aber das scheint ja Frau Schreiber nicht so wichtig zu sein. Hauptsache sie hat das Vorkaufsrecht, bereits vor über 3 Jahren in Anspruch genommen. Das Haus kann ja weiter verfallen, denn bis heute hat sich ja nichts getan.
So sieht es auch mit den Strassen und Wegen, die schon lange Priorität haben, aus.
Aber Hauptsache ist wohl für Frau Schreiber, dass es eine Rücklage von 13 Mill. Euro gibt.
Freundliche Grüsse, Helga Wählack, Zossen, den 26.10.13
