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HW

Leserbrief von Helga Wählack

Den schönen, aber holprigen Rad- und Wanderweg am Nottekanal nach Mellensee, habe ich schon vor ungefähr 50 Jahren mit dem Fahrrad befahren. Man kann dem Straßenlärm entgehen und dazu auch noch die schöne Natur genießen. Dieser Wegebau wird sicher von vielen Naturliebhabern begrüßt.

Dass dieser Bau Geldverschwendung sein soll und die Umwelt zerstört, wie Sven Baranowski (Bündnis90/Die Grünen-FDP) sagte, sehe ich nicht. Wo jedoch Geldverschwendung in Zossen vorliegt, dafür gibt es genug Beispiele.  Ein Beispiel ist der hohe Kredit für den teuren Schulneubau, mit teilweiser Einbeziehung des Sportforums in Dabendorf. Dafür fallen jährlich, nur für Zinsen, ungefähr 1 Millionen Euro an. Und ob die jährlichen Mieteinnahmen vom Jobcenter, für die jährliche Zahlung  der Zinsen und  Tilgung, zu dieser Kreditaufnahme ausreichend ist, das ist  uns nicht bekannt.

Dass aber sehr alte Bäume an Straßen und Wegen stehen und darunter nicht leiden, kann überall festgestellt werden. Wozu gibt es  Prioritätenlisten, wenn sie nicht beachtet werden?

Im Artikel in der MAZ, auch am 14.03.2014, S.11- Überschrift: ,,Zossen beschließt Etat 2014", wird zu den Geldausgaben  im Haushaltsplan, die Fraktion DIE LINKE an den Pranger gestellt, weil sie ihre Zustimmung, zu der hohen Kreditaufnahme für den teuren Schulneubau mit den Sportvereinsräumen, wie oben bereits beschrieben, nicht geben kann.

Die ironische Bemerkung von Hermann Kühnapfel (CDU), dazu und zu früheren Jahren und Zahlen, gegen DIE LINKE ist unangebracht. Hier zeigt sich wieder einmal dass andere Meinungen gar nicht zugelassen werden, obwohl bei sachlicher Auseinandersetzung manchmal auch mehr erreicht werden kann.  Demokratie ist im Zossener Parlament ein Fremdwort.

Wie Tim Grebe (Freie Sozialdemokraten) ja auch sagte, gab es in Zossen, diese Ruhe bei derartigen Beratungen noch nie. Aber ist das Vertrauen in die Stadtverwaltung, jetzt auf einmal, wie er es darstellt, wirklich bei allen Stadtverordneten vorhanden?
Für die angegebene Zurückhaltung, bei der Beratung, kann es vielleicht noch einen ganz anderen Grund geben, nämlich: Die Kommunalwahl steht vor der Tür.

Mit freundlichem Gruß, Helga Wählack, Zossen, den 18.03.2014