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Ausschuss KTL der Stadtverordnetenversammlung zur Stadtentwicklung

27.03.2009

Der Ausschussvorsitzende des Ausschusses für
Kultur, Tourismus und Landesgartenschau
Der Stadt Zossen

 


Zukunft des Zossener Stadtparks beraten
Ausschusses für Kultur, Tourismus und Landesgartenschau skizziert Ziele der künftigen Parkentwicklung

Hauptberatungsthema der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Landesgartenschau, am 24.03.2009, war die Zukunft des Stadtparks. Der Ausschussvorsitzende Carsten Preuß beleuchtete mit einer Powerpoint-Präsentation die Geschichte des Burg- und Parkareals. Zugleich machte er auf die Besonderheiten aufmerksam und skizzierte Ziele einer Parkentwicklung. Deutlich wurde dabei der Zusammenhang von Burg- und Parkareal. Große Bereiche der ehemaligen Burganlage sind heute Teil des Stadtparks. Aber auch die übrigen Parkbereiche sind geschichtsträchtig. Jüngst wurden im Zuge der Bauarbeiten zum sogenannten Generationenspielplatz Reste von Holzpfosten freigelegt. Die gut erhaltenen Pfosten sind unten spitz und ähneln denen, die bei Ausgrabungen in der Kirchstraße, gefunden wurden. Sie stammten aus dem Jahre 1638. Der zuständige Archäologe Ulrich Wiegmann lässt derzeit die Holzpfosten aus dem Stadtpark im Archäologischen Institut Berlin dendrochronologisch auf ihr Alter untersuchen.

Hinsichtlich der künftigen Parkentwicklung wurde angeregt, die vielschichtige Geschichte des Areals zu berücksichtigen. Die historischen Schichten sollen sichtbar und erlebbar gemacht werden. Zugleich wurde deutlich, dass bei der Schaffung zusätzlicher Angebote darauf geachtet werden muss, den relativ kleinen Park nicht zu überfrachten. Auch naturkundliche Besonderheiten gilt es bei der Parkentwicklung zu berücksichtigen.

Der Ausschuss hat beschlossen, zur nächsten Sitzung Horst Heinisch vom „Atelier 8 – Landschaftsarchitekten“ aus Baruth einzuladen um über ein Pflege- und Entwicklungskonzept für den Stadtpark Zossen zu diskutieren.

Beraten wurde ferner über den Beschlussantrag zur Bebauung des Leo-Grundstücks im Stadtpark. Die Beschlussvorlage wurde von der Stadtverordnetenversammlung in die Ausschüsse zurückverwiesen. Das Anliegen fand im Ausschuss keine Zustimmung und wurde einstimmig abgelehnt.

Ebenfalls beraten wurde der Beschlussantrag zum Konjunkturpaket II – Infrastruktur. Die vorgestellten Projekte Radweg Schöneiche – Kallinchen; Infohaus Zesch; Strandbad Zesch und Kalkschachtöfen wurden begrüßt. Bedenken kamen auf, ob der Radweg Schöneiche – Kallinchen über das Konjunkturpaket II finanziert werden kann, da hierfür schon ein LEADER-Förderantrag gestellt wurde. Zusätzlich wurde der Skaterpark in Zossen durch den Ausschuss einstimmig als Priorität 4 angenommen. Damit soll das Freizeitangebot für Jugendliche verbessert werden.

Unverständnis verursachten zu Beginn der Sitzung die Aussagen der Bürgermeisterin Michaela Schreiber, als sie den Ausschussmitgliedern mitteilte, dass die vom Ausschussvorsitzenden eingeladenen Gäste durch sie wieder ausgeladen wurden. Damit wurde die Ausschussarbeit nach Ansicht von Carsten Preuß massiv behindert. Problematisch war insbesondere, dass der Ausschussvorsitzende nicht durch die Bürgermeisterin informiert wurde, dass die geladenen Gäste ausgeladen wurden.

Carsten Preuß
Ausschussvorsitzender