70. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus
Am 8. Mai, dem 70 Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus ehrten Genossinnen und Genossen sowie Bürgerinnen und Bürger aus Zossen, Am Mellensee und Rangsdorf am Ehrenmal auf dem Kiez die gefallenen Soldaten der Roten Armee. Anschließend begaben sie sich zum Gedenken in das Museum „Roter Stern“ in Wünsdorf und legten an der Büste von Georgi Konstantinowitsch Shukow Blumen nieder. Werner Borchert, Geschäftsführer der Bücherstadt-Tourismus GmbH las aus dem Tagebuch einer Frau in ersten Nachkriegstagen. Gerhard Schlag erzählte, wie er als Achtjähriger von den Soldaten der Sowjetarmee, verängstigt in einem Keller sitzend, gerettet wurde. Mit Mutter und Geschwistern war er bereits am Bahnhof, wo der letzte Zug noch Flüchtlinge in Richtung Westen bringen sollte. Auf dem Bahnhof stellte die Mutter fest, dass sie die Papiere zurückgelassen hatte. Sohn Gerhard lief sie zu holen. Zurück auf dem Bahnhof, war der Zug bereits ohne ihn abgefahren. Um Schutz zu finden begab er sich zurück in den Keller, wo ihn dann die Soldaten der Roten Armee herausholten. Die Versorgungskompanie nahm ihn dann mit, und teilte, wie er ausführte, mit ihm das letzte Brot. Über das Rote Kreuz wurde die Mutter gefunden, die ihn dann 1948 am Bahnhof in Frankfurt/Oder in die Arme schließen konnte.
