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Kalkschachtöfen

Denkmal und Nutzung

DIE LINKE Zossen

Sanierung und Umnutzung der Kalkschachtöfen soll LEADER Projekt der Stadt Zossen werden

Die Kalkschachtöfen Zossen sollen ein Informationszentrum für regenerative Energien sowie für ökologische Baustoffe werden und es soll eine gastronomische Einrichtung, z. B. eine Weinstube entstehen, so der Vorschlag der LINKEN Zossen. Die Zossener Bürgermeisterin hatte die Grundstücke zwar ohne das Wissen der Stadtverordneten gekauft, nun gilt es aber sich um das Objekt zu kümmern. Vorschläge der Stadtverwaltung liegen jedoch bislang nicht vor. Die Kalkschachtöfen sollen somit erhalten und als ein Wahrzeichen der Stadt Zossen denkmalgerecht saniert werden. Die LINKE Zossen schlägt vor, zunächst mehrere Nutzungsansätze zu verfolgen.

Das Informationszentrum soll dazu beitragen, dass neutrale und zeitgemäße Informationsangebote zum Ausbau von regenerativer Energieerzeugung den Bewohnern in und um Zossen angeboten werden. Die Stadt Zossen ist mit ihren über 17.000 Einwohnern für diese Einrichtung prädestiniert, da im Stadtgebiet bereits Anbieter erneuerbarer Energien ihren Sitz haben. Ein zweiter Nutzungsansatz ist das Informationszentrum für ökologische Baustoffe. Es soll Interessierten einen Weg durch das Labyrinth der ÖkoBauprodukte aufzeigen. Bauen und Modernisieren mit ökologischen Baustoffen wird zunehmen nachgefragt und bringt mehr Wohn- und Lebensqualität und garantiert in Verbindung mit modernen Techniken beträchtliche Energie- und Kostenersparnis. Zudem soll direkt in den Kalkschachtöfen eine gastronomische Einrichtung (Weinstube) geschaffen werden. Mit der gastronomischen Nutzung soll auch eine Besichtigung der Kalkschachtöfen ermöglicht werden – eventuell mit Aussichtsmöglichkeit von den Kalkschachtöfen.

Träger der Projekte sollte zunächst die Stadt Zossen werden. Eine Zusammenarbeit mit weiteren Partnern wird angestrebt. Perspektivisch soll ein Verein gegründet werden. Als Mitglieder des Vereins können die Stadt Zossen, Unternehmen der entsprechenden Branche, Verbände, die ZWG u. a. angesprochen werden. Zur Finanzierung des Projektes können LEADER-Mittel beantragt und weitere Fördermöglichkeiten erschlossen werden. So bietet beispielsweise die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Fördermittel im Themengebiet Umweltkommunikation.

Errichtet wurden die Kalkschachtöfen am Nottekanal um 1880 durch die Firma Oertel. Zunächst wurde nur ein Ofen dieser Bauart errichtet. Der zweite Ofen wurde später in unmittelbarer Nähe zum Ersten gebaut. Anfangs waren beide Öfen baugleich. Heute ist erkennbar, dass sich die beiden Öfen voneinander unterscheiden. Der niedrigere und ältere ist achtzehn Meter hoch und hat einen Durchmesser von sieben Metern. Der Zweite ist drei Meter höher und auch in seiner Haube unterschiedlich gestaltet. Die beiden Kalköfen lagen bzw. liegen rund 50 m vom Nottekanal entfernt, zu dem eine Gleisanlage führte, auf der das auf Kähnen angelieferte Kalkgestein mit Loren zu den Öfen transportiert wurde. In den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Kalkbrennerei eingestellt, eine Zementfalzsteinproduktion für Dachdeckungen entstand auf dem Gelände.

Heute ragen die Kalkschachtöfen wie ein Wahrzeichen der Stadt Zossen in den Himmel. Zusammen mit dem Nottekanal, dem gegenüberliegenden, frisch sanierten Elektrizitätswerk, der ehemaligen Buchdruckerei, dem ehemaligen Brauereilager und dem Bahnhofsareal der Berlin Dresdener Eisenbahn und der ehemaligen Königlich-Preußischen Militäreisenbahn bilden die Kalkschachtöfen das Industrieviertel Zossens, dass interessante Zeugen der Technik- und Transportgeschichte besitzt, die noch weiter in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden sollen.

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