Ausschuss für Kultur, Tourismus und Landesgartenschau der Stadt Zossen
Nach langer Vorbereitungsphase hat die Stadtverordnetenversammlung Zossen jetzt ein Pflege- und Entwicklungskonzept für den Stadtpark beschlossen. Der Beschlussantrag wurde von den Mitgliedern des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Landesgartenschau (KTL) eingebracht.
Allerdings konnte dieser nicht im Haushaltsplan 2010 berücksichtigt werden. Dementsprechend sollen die Planungen spätestens im Haushaltsplan 2011 verankert werden. Sollte sich im laufenden Haushaltsjahr ein finanzieller Spielraum für die Planungen ergeben, so wird schon 2010 begonnen.
In der Begründung zur Beschlussvorlage heißt es: „Historische Gärten und Parks bedürfen stetiger Pflege und Unterhaltung – neben der Instandhaltung baulicher und anderer Ausstattungselemente bedarf es vor allem einer gärtnerischen Betreuung. Ein Parkentwicklungskonzept ist ein Instrument zur Analyse, Dokumentation, denkmalgerechten Pflege und Erhaltung sowie zur Restaurierung bzw. zur behutsamen Weiterentwicklung von Gärten und Parks. Es umfasst ein Programm für die Pflege, Unterhaltung und Umgestaltung der Parkanlage.“
Grundlage für die Konzeption soll ein Bestandsplan sein, der eine Vegetationsaufnahme umfasst und der zudem nicht nur die oberirdisch sichtbaren Denkmale, sondern auch - soweit möglich – die archäologischen Erkenntnisse berücksichtigt. Weil es Fehlentwicklungen und Verlusten vorbeugen kann, sollte es auch dann aufgestellt werden, wenn keine aktuellen Eingriffe geplant sind.
„Gemäß einer Kostenschätzung würde die Planung ca. 10.000 € kosten. Die Umsetzung einzelner Maßnahmen aus dem Konzept könnte über die Planung von Eingriffs- und Ausgleichsmaßnahmen realisiert werden“, so Carsten Preuß, Vorsitzender des Ausschusses KTL.
Bei der Erarbeitung der Konzeption sollen auch die historische Bedeutung des Park- und Burgareals berücksichtigt werden. Die noch vorhandenen geschichtlichen Spuren und Strukturen sollen erfasst werden und soweit möglich – sichtbar gemacht werden.
Als Zielstellung für den Bereich Kalkschachtöfen sind Sichtbeziehungen von der Bahnhofstraße und vom Nottekanal zu den Kalkschachtöfen zu gewährleisten und eine Durchwegung mit Grünbereichen von der Wasserstraße zum Oertelufer soll berücksichtigt werden.
Carsten Preuß
Ausschussvorsitzender