1. Juli 2010

Gegenwind

Basissorganisation Die LINKE Zossen

Geplanter Windpark mit 34 Windrädern bei Kallinchen stößt auf geteiltes Echo

In den Ortsbeiräten Schöneiche, Kallinchen und Wünsdorf präsentierte die Fa. ÖKoteC Management GmbH ihre Pläne für ein Windparkvorhaben im Wald des ehemaligen Truppenübungsplatzes Wünsdorf. Die Forstflächen wurden vor kurzem privatisiert und gehören jetzt dem Herzog von Oldenburg. Die Herzoglich Oldenburgische Forstverwaltung plant nun die Errichtung von 34 Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von 185,5 Metern.

Hinsichtlich der Ausweisung neuer Windeignungsgebiete ist auch die regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming aktiv. sie erarbeitet derzeit einen neuen Regionalplan, der auch neue Windeignungsgebiete umfassen soll. Ein Suchraum hierfür sind die Wünsdorfer Forstflächen. Grundsätzlich steht DIE LINKE Zossen regenerativen Energien positiv gegenüber. sie spricht sich jedoch gegen Windkraftanlagen in Wäldern aus. Die betroffenen Waldflächen sind als Erholungswald eingestuft. Windkraftanlagen im Wald und nachhaltige Tourismusentwicklung schließen jedoch einander aus. Windkrafträder werden auch nicht auf Sand gebaut. Mit schweren Baumaschinen werden die Fundamente für diese Anlagen hergestellt. Für den Antransport der Materialen müssen geeignete Wege gebaut werden. Zudem müssen viele Einwohner mit massiven Beeinträchtigungen rechnen. Nachts wird der Wald durch die rote Beleuchtung einer Einflugschneise gleichen. Drehende Flügel verursachen nicht nur störenden Schattenwurf, sondern auch Lärm. Die Lebensqualität wird dadurch sinken, was eher zu einem Bevölkerungsabzug als zu einem Zuzug führen wird.

Jürgen Steinert

Vorsitzender des Zossener Stadtverbandes der Linken