Nachdem die Deutsche Flugsicherung (DFS) neue, Abflugwege für den Flughafen BBI vorgestellt hat, sollen die von Überflügen zusätzlich betroffenen Gemeinden in die Fluglärmkommission aufgenommen werden. Damit soll die Fluglärmkommission von 17 auf 30 Gemeinden erweitert werden. Dies ist ein Ergebnis der Sitzung der Fluglärmkommission vom 27. September 2010. Neu betroffen von den Flugrouten ist u. a. auch die Stadt Zossen. Die Aufnahme in die Fluglärmkommission erfolgt jedoch nur auf Antrag. Die Fraktion SPD/LINKE/VUB plädiert dafür, dass die Stadt Zossen beantragt, Mitglied der Fluglärmkommission zu werden.
Noch sind die Flugrouten nicht endgültig festgelegt. Nach den derzeitigen Planungen soll Zossen in etwa 3.000 Metern überflogen werden. Ab etwa 3.300 Meter gelten Flugzeuge als nicht mehr lärmrelevant. Darauf ist jedoch kein Verlass. Erfahrungen aus Frankfurt/Main und München zeigen, dass Flughöhen oftmals unterschritten werden. Zudem kann es noch Änderungen bei den Flugrouten geben, die zu einer stärkeren Belastung von Zossen führen können. Die möglichen Betroffenen müssen jedoch jetzt die Möglichkeiten nutzen, um in der Fluglärmkommission Einfluss auf die Flugrouten zu nehmen. Insofern sollte Zossen Mitglied in der Fluglärmkommission sein. Mit Aufnahme der neuen Mitglieder in die Fluglärmkommission sind dann auch deren Strukturen neu zu vereinbaren.
Carsten Preuß
Link: Derzeitig vorgesehene Flugrouten und Flughöhen der Deutschen Flugsicherung
www.dfs.de/dfs/internet_2008/module/presse/deutsch/presse/presseinformation/2010/berlin_wird_zukuenftig_in_groesseren_hoehen_ueberflogen_27_9/planung_bbi.pdf