Bild Dir keine Meinung

übernimm einfach meine!

Verwundert und ungläubig reiben sich die Spitzen aus dem Rathaus die Augen. Da taucht doch auf dem Markplatz in Zossen ein Kamerateam auf, was sich vorher nicht bei der Bürgermeisterin angemeldet. Dies muss Misstrauen erwecken. Möchte etwa jemand über Zossen aus einer anderen Sicht berichten als die der Macherin in Zossen? Das darf nicht sein!
Also Ordnungsamtsleiter walte Deines Amtes! Etwas ungeschickt agiert dieser dann schon, als er dem Kamerateam klar machen wollte, dass sie für den öffentlichen Raum eine Drehgenehmigung bräuchten. Doch ein Journalist wie Börner, war für ihn einfach eine Nummer zu groß. Überall wo der NDR empfangen werden kann, war dieser vielleicht noch unglücklich zu nennende Auftritt des stellvertretenden Bürgermeisters nun zu sehen.
Doch das dicke Ende kommt noch. Nach massiven Versuchen der Verwaltungsspitze und anderer politischer Kräfte in der Stadt den NDR zu bewegen, eine Klarstellung im Sinne der Ansichten der Rathausspitze auszustrahlen, sendet diese auch erneut einen Bericht über Zossen. Noch in der Stadtverordnetenversammlung am 9.9. verkündete die Bürgermeisterin diese, ihre Hoffnung, doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Bereits nach kurzer Recherche hatten die Journalisten des NDR herausgefunden, dass der Vorfall auf dem Marktplatz doch vielleicht Bestandteil eines Denk und Handlungsprinzips ,"Keine Meinung ausser meine", ist und hat dies im Folgebeitrag auch so gesendet. NDR - Beitrag noch nicht gesehen? - dann jetzt anschauen! 
Der Schaden der dem Image von Zossen durch dieses Denk- und Handlungsprinzip ständig wieder zugefügt wird, macht viele Anstrengungen anderer, Zossen mit seinen Menschen, ihren Taten und Erfolgen bekannt zu machen, zunichte.

  

 

 

Drei Stadtmedien - Eine Stimme

Meinungsunfreiheit in stadteigenen Medien

Wenn eine Stadtverwaltung im Amtsblatt nicht nur amtliche Bekanntmachungen veröffentlicht, sondern auch Positionen und Meinungen zu kommunalpolitischen Ereignissen oder auch Vorhaben, ist dies erst einmal positiv. Wenn eine Stadt wie Zossen noch ein zusätzliches Informationsblatt wie die „Zossener Stimme“ sich leisten kann, um den Bürgern noch zusätzliche Informationen, Kommentare und Meinungen zum Nachlesen zu übergeben, dann könnte dies dazu beitragen, eine breite Diskussion zu den Anliegen der Bürger öffentlich zu führen.

Der Haken an dem guten Ansatz ist bisher aber, dass diese öffentliche Diskussion nicht gewünscht ist. Die Bürgermeisterin, lässt, weder auf der Internetseite der Stadt, noch im Amtsblatt und schon gar nicht in der Zossener Stimme nicht einmal Meinungsäußerungen der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung zu. Sie betrachtet offensichtlich alle drei stadteigenen, und damit von unser aller Steuergeldern finanzierten, Medien als ihr ureigenstes Sprachrohr. Nicht einmal Gegendarstellungen, zu denen Medienverantwortliche verpflichtet sind, werden wie im Beschlussentwurf der SPD, VUB und LINKE festgestellt, veröffentlicht.

Deshalb wenden sich die Fraktionen SPD, VUB und Die LINKE in ihren Beschlussvorlagen gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit in den stadteigenen Medien.

Die Anträge der Fraktionen SPD, VUB, DIE LINKE

Bei einem Verbot stehen zu bleiben, ohne konstruktiv aufzuzeigen, wie künftig die Einwohner unserer Stadt über kommunalpolitische Angelegenheiten umfassender und sachlicher informiert werden können, wäre nur eine halbe Sache. Deshalb unterbreitet DIE LINKE. Zossen einen konkreten Vorschlag und stellt ihn zu Diskussion.

Hier der Vorschlag