14. Januar 2017 hw

Schlechter Start ins neue Jahr für die Gesamtschule Dabendorf

Für die Gesamtschule in Dabendorf war es kein guter Start in das Neue Jahr, denn wegen Geruchsbelästigungen im Containerbau mussten viele, viele Unterrichtsstunden ausfallen.
 
Aber Bürgermeisterin Michaela Schreiber will keinen Cent mehr für die Reparaturen an der alten Schule ausgeben. Es soll ja eine neue Schule gebaut werden.  Der Beschluss dafür wurde bereits im November 2012, für 18 Millionen Euro und ohne Kreditaufnahme gefasst. Alle Stadtverordneten stimmten dem zu, auch die Fraktion DIE Linke.
 
Falsch ist also die Behauptung von Frau Schreiber, dass Carsten Preuß gegen den Schulneubau ist. Im Gegenteil er betonte mehrmals die Notwendigkeit des Baus. Anschließend wurden immer wieder neue Beschlussvorlagen vorgelegt, die für die neue Gesamtschule mehr als eine Verdopplung der Baukosten zur Folge hatten und eine hohe Kreditfinanzierung. Diese Beschlussvorlagen konnte Carsten Preuß nicht mehr mittragen. 2014 belief sich der Kredit auf 37 Millionen Euro. Auf Grund der Höhe des Kredites konnte auch die Kommunalaufsicht des Landkreises keine Genehmigung für den Bau erteilen.
 
Im Juli 2015 wurde deshalb von der Mehrheit der Stadtverordneten beschlossen den Bau der neuen Gesamtschule an die Zossener Wohnungsbau Gesellschaft (ZWG) zu übertragen. Doch die ZWG hatte ebenfalls Schwierigkeiten mit der Finanzierung. Deshalb wurde der Baubeginn mehrmals, nun auf 2017 verschoben.
 
Jetzt wird die Schuld an den Verzögerungen dem Besitzer eines Grundstücks zugeschoben (vgl. MAZ vom 21.12.16, S.14, Überschrift: Flächentausch). Schuld ist nicht der Grundstücksbesitzer, sondern die Bürgermeisterin, die ohne Klärung der Eigentumsverhältnisse bereits Millionenbeträge in die Planungen für die Schule gesteckt hat.
 
Zur Geruchsbelästigung in den Containern ist die Frage nach den Ursachen noch immer nicht geklärt. Warum wurde nach den Ursachen nicht ununterbrochen gesucht? Dafür hätte die Stadtverwaltung sorgen müssen. Denn vom 19.12.16 bis 13.01.17 liegen immerhin 19 Arbeitstage.
 
Unter solchen, schon lange vorliegenden, schlechten Bedingungen, an und in der Schule in Dabendorf, würde Frau Schreiber sicher nicht arbeiten. Aber den Lehrern und Schülern mutet sie sie zu.
 
Es müssen endlich die dringend notwendigen Reparaturen durchgeführt werden, um die schlechten Lehr- und Lernbedingungen ein wenig zu mildern.
 
Freundliche Grüße, Helga Wählack, Zossen