11. März 2017 hw

Leserbrief von Helga Wählack

Warum wurde das Bild von Bürgermeisterin Michaela Schreiber in der MAZ am 07.03.2017 auf Seite 13 so ungewöhnlich groß eingestellt und der Artikel so besonders lang verfasst? Zumindest wird damit diese Seite nicht übersehen und wir wissen nun, dass Frau Schreiber nach Paragraf 353 d Strafgesetztbuch verurteilt wurde.
 
Ihr Vorlesen im November 2012 aus den noch nicht abgeschlossenen Ermittlungsakten, begründete Frau Schreiber damit, dass sie als Bürgermeisterin seit 2010 verunglimpft wurde und es deshalb zu einem schwierigen Klima bei den Stadtverordnerenversammlungen kam. Deshalb musste sie, die am 7. November 2012 anwesenden Stadtverordneten aus der Ermittlungsakte informieren.
 
Aber hat Frau Schreiber schon vergessen, dass schon vor 2010 ein schlechtes Klima bei den Stadtverordnetenversammlungen vorherrschte?  Im Juli 2009 gab es doch auch schon eine Gerichtsverhandlung vor dem Verwaltungsgericht. Bei dieser Verhandlung versprach Frau Schreiber eine bessere Zusammenarbeit mit allen Stadtverordneten anstreben zu wollen.
 
Danach bekam sie, im Februar 2013, auf Grund von 7 dienstlichen Pflichtverletzungen, die schon länger zurück lagen, eine Disziplinarstrafe.
Aber geändert hat sich im Verhalten von Frau Schreiber bis heute nichts. Im Gegenteil, sie legte sich nicht nur mit einigen Stadtverordneten, sondern auch mit der Krreisverwaltung Teltow-Fläming, dem Land Brandenburg und anderen Einrichtungen auf Grund ihrer Beanstandungen von Gesetzen und Meinungsverschiedenheitn, an.
 
Das wörtliche Zitieren aus den Ermittlungsakten können die am 7. November 2012  anwesend gewesenen 24 Stadtverordneten sicher nicht abstreiten.

Warum Frau Schreiber nun von ihrem Anwalt Revision einlegen ließ, ist unverständlich. Die Gerichte sind schon sehr lange überlastet. Kein Gericht wird sich also mit diesem Fall ein viertes mal belasten weil sich sowieso nichts Neues ergeben wird.

Freundliche Grüße, Helga Wählack, Zossen, 09.03.2017