15. Januar 2017 sloty

Kein fake und schon gar nicht neu, sondern bittere Wahrheit - Faktencheck zur Gesamtschule Dabendorf

Richtig so, die Stadt Zossen wird ab sofort, entsprechend einer eigenen Erklärung, gegen so genannte fake news, die die Stadt Zossen betreffen, vorgehen.
DIE LINKE Zossen begrüßt das Vorhaben. 
 
Bedauerlicherweise stellt der Verfasser des Beitrages der Stadt Zossen (http://www.zossen.de/buerger/fake-news.html) selbst, gleich im ersten Beitrag, mehrfach falsche Behauptungen auf.
 
Falsch ist, dass der Vorsitzende der Fraktion die LINKE, Carsten Preuß, behauptete: "die notwendige kurzzeitige Schließung des Containertrakts auf dem Gelände der Dabendorfer Gesamtschule sei auf mangelnde Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen seitens der Stadtverwaltung zurückzuführen". Tatsächlich schreibt Carsten Preuß, nachzulesen auf seiner Internetseite: "Die Ursache der starken Beeinträchtigung konnte bisher weder gefunden noch behoben werden."
 
Falsch ist die Behauptung der Bürgermeisterin, dass ein Neubau der Gesamtschule von Herrn Preuß „bekanntlich aus mehr als fadenscheinigen Gründen nicht mitgetragen wird. Er und seine Fraktion stimmten gegen die vorliegenden Pläne“.
Richtig ist, dass die Fraktion DIE LINKE in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, am 7. November 2012, dem von der Verwaltung eingebrachten Beschlussentwurf zum Neubau der Gesamtschule zugestimmt hat. Richtig ist auch, dass Carsten Preuß schon seinerzeit schrieb: "Bei den Fachausschüssen ist jetzt der Finanzausschuss aufgefordert, dieses Thema auf die
Tagesordnung zu nehmen um zu prüfen, wie sich das Projekt mit seinen veranschlagten 18 Mio. € in die Gesamtplanung der beschlossenen städtischen Investitionsvorhaben einpasst, ohne eine Haushaltsschieflage zu riskieren."
 
Am 9. November 2012 titelte die MAZ: "Platte weg, Neubau her. Gesamtschule Dabendorf soll neu gebaut werden / Grundschule weiter beengt/ Finanzielle Herausforderung". Der damalige Finanzausschussvorsitzende Hermann Kühnapfel (CDU) meinte in jenem Beitrag, dass die finanzielle Machbarkeit zu terminlichen Verschiebungen führen könne. Welches der vielen Projekte man in welchem
Jahr verwirkliche, werde man sehen. Zunächst müsse man die Grundlagen für den
Neubau schaffen, so Kühnapfel: „Bitte stimmen Sie dem Antrag zu, damit es losgehen kann.“ Das taten dann alle, auch die Fraktion DIE LINKE!
 
Wohlgemerkt – die Projektkosten für eine neue Gesamtschule sollten 18 Millionen Euro betragen und das Projekt eine Klassenstärke von sechs Zügen in der Sekundarstufe I und drei Zügen für die Sekundarstufe II umfassen. 
 
Richtig ist, dass die Fraktion DIE LINKE den anschließenden exorbitanten Erweiterungen des Bauvorhabens, hier waren  zeitweilig Kosten in Höhe von mehr 40 Millionen Euro im Gespräch, nicht zugestimmt hat.
 
Richtig ist auch, dass der schlechte bauliche Zustand der jetzigen Gesamtschule der Bürgermeisterin seit Jahren bekannt ist und ein Grund für den Neubau-Beschluss war. Dieses einstimmig getragene Votum war jedoch kein Freibrief für die Bürgermeisterin, auf notwendige Instandhaltungsmaßnahmen bis zum Bezug eines Neubaus zu verzichten. Mängel, die eine sachgerechte Nutzung des jetzigen
Gebäudekomplexes beeinträchtigen, wurden durch unterschiedlichste Personen und
Gruppierungen immer wieder vorgetragen und von der Bürgermeisterin leider regelmäßig ignoriert. 
 
Steffen Sloty
Im Auftrag für die BO DIE LINKE Zossen